Mannheim sagt JA!

„MANNHEIM SAGT JA!“ E.V.

 

Der gemeinnützige Vereinszweck der Satzung von Mannheim sagt JA! lautet : „Zweck des Vereins ist die die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens, sowie die Förderung der Hilfe für politisch, rassisch oder religiös Verfolgte sowie für Flüchtlinge“.

Mittlerweile hat der Verein fast 120 Mitglieder und viele weitere Engagierte die die Aktivitäten unterstützen. Die Facebookgruppe umfasst über 2300 Mitglieder.

Bis September 2015 war der Verein auch stark koordinierend aktiv, bis im Oktober – auch durch die Initiative – eine Flüchtlingshilfskoordinatorin (50% BW) bei der Stadt eingestellt wurde. Die verschiedenen Initativen der konkreten Flüchtlingshilfe waren zu Beginn sehr unkoordiniert. Viele Aktivitäten wurden doppelt oder dreifach organisiert. Die immer gleichen Probleme der konkreten Hilfe wurden immer neu bearbeitet. Am 24. September hat der Verein daher einen lokalen Flüchtlingshilfsgipfel in der Jungbuschhhalle organisiert. Etwa 400 Menschen kamen und zwei Dutzend Projekte wurden vorgestellt. Man konnte seine Hilfsbereitschaft erklären und Mannheim sagt JA! hat diese Daten und die der Organisationen und Projekte gesammelt und sie unter rhein-neckar-hilft.info online gestellt.

Mittlerweile läuft in jeder Hinsicht die Hilfe deutlich besser. Auch wenn es teilweise noch schwer ist z.B. Räumlichkeiten für entsprechende Aktivitäten in den Unterkünfte zu finden. Grund dafür sind laut Mannheim sagt JA! „die Verantwortlichkeiten Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verteilt sind. Hätte die Stadt besseren Zugriff, könnte dies mit Blick auf den Winter schneller verbessert werden.“

In den zurückliegenden acht Monaten hat der Verein bereits eine Menge auf die Beine gestellt.

Einige ausgewählte Beispiele:

  • Bereits seit Mai 2015 sammeln wir Spendengelder für die Behandlung und die Kosten drumherum für Safiya. Das vierjährige syrische Mädchen wurde bei einem Brandbombenanschlag schwer verletzte. Ohne eine Behandlung sind die Überlebens- und Zukunftsaussichten für Safiya sehr gering. Derzeit wird sie in Boston in einer Spezialklinik behandelt. Danach wird Sie zur Nachbehandlung mit Ihrem Onkel in unsere Region kommen. Für diese Nachbehandlung und ihren Aufenthalt haben wir bisher fast 20.000 Euro gesammelt.
  • Kleinere Sammelaktionen führten zu Familienzusammenführungen durch die Fnanzierung von Flügen. Leider werden diese Zusammenführungen ja derzeit stark in Frage gestellt.
  • Wir beteiligten uns an der Demonstration und der Kundgebung in Ludwigshafen gegen den Aufmarsch der rechten Hooligans am 8. Februar 2015.
  • Wir sammelten Kleidung unter der Kurpfalzbrücke und luden Flüchtlinge zur Ausgabe derselben ein.
  • Wir kooperieren mit „Sport verbindet uns“, die geflüchtete Jugendliche in die Mannheimer Vereine und in Probetrainings holen. Hierfür gibt es eine große Bereitschaft der Mannheimer Vereine.
  • Wir haben uns an zahlreichen Präsentationen und Helferbörsen beteiligt.
  • Nach wie vor sind wir koordinierend aktiv und führen die verschiedenen Möglichkeiten und Hilfsangebote zusammen.
  • So organisierten wir z.B. am 31. Oktober 2015 zusammen mit dem Freundeskreis Asyl und dem Atlantis-Kino einen Kinobesuch in „Shaun das Schaf“ für 150 Flüchtlingskinder mit Begleitung. mit einer alten Straßenbahn ging es von der Benjamin-Franklin-Village hin und zurück. 30 Begleiterinnen und Begleiter halfen und es gab Popcorn, Süßigkeiten und Getränke. Das war bisher eine der schönsten Aktionen. Die Kinde rund ihre Begleitung hatten endlich mal wieder etwas zum Lachen und es gab am Ende des Film tollen Beifall. Die Meisten waren übrigens zum ersten Mal in ihrem Leben in einem Kino.
  • Wir kooperierten mit dem NTM bei der Aufführungen des Doppelabends „Blick von der Brücke“ und „Mannheim Arrival“. Unser Vorstandsmitglied und Musiker, Markus Sprengler stellte dafür eine Band komplett bestehend aus Geflüchten zusammen.
  • Anfang Oktober veranstalteten wir das Fest der Kulturen BUNT!HEIM in der Trinitatiskirche mit Theater zum Thema Flucht mit Flüchtlingen im Ensemble und einen Konzert- und Infoabend.
  • Aktive Mitglieder arbeiten derzeit an weiteren und laufenden Projekten. Eines der aufwändigsten Aktivitäten sind dabei die Bahnhofshelfer. Am Mannheimer Hauptbahnhof landen immer wieder verstreute oder verirrte Flüchtlinge. Sie werden teilweise mit nichts als Fahrkarten auf den Weg in eine Unterkunft geschickt. Die Bahnhofshelfer versorgen Sie mit Brötchen und Getränken. Wenn nötig mit Kleidung und Schuhen. Manchmal müssen bis zum Morgen Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden. eine Wahnsinnsleistung oft bis spät in die Nacht, vor allem von unserem Vorstandsmitglied Natice Orhan-Daibel.
  • Weitere Mitglieder sammeln regelmäßig Sachspenden, gehen zu Firmen oder schreiben diese an um Hygienartikel, Kleidung, Unterwäsche, Getränke und was sonst noch gebraucht wird. Auch hier sind bereits große Erfolge erzielt worden.
  • Zum Aufbau von Nähstuben in den Unterkünften organisiert unsere aktive Doris Zwillich Nähmaschinen und Zubehör. Hierfür suchen wir derzeit Räumlichkeiten in den Unterkünften um die bereits gesammelten Maschinen zur Verfügung stellen zu können und die Nähstuben zu starten.
  • Aktuell arbeiten wir zusammen mit dem Rhein-Neckar-Fernsehen an einer Konzertreihe „Music for Refugees“ mit Bands aus der Region die kostenlos in den Flüchtlingsunterkünften auf dem RNF-Truck in Feudenheim und Käfertal aufspielen werden.
  • Ebenso in der Pipeline ist ein Besuch mit 100 Geflüchteten beim letzten Fußballspiel des Jahres im Carl-Benz-Stadion, SV Waldhof gegen FC Homburg genauso wie der Besuch von Flüchtlingskindern in Weihnachtskrippen und Kindergärten die jetzt vor Weihnachten entsprechend einladen.

Mannheim sagt JA! über das eigene Engagement: „All die vielen, täglichen kleinen Hilfen zu schildern würde hier den Rahmen sprengen. Das sind z.b. Vermittlungen von Sachspendenangeboten, Wohnungs- und Arbeitsangebote, Übersetzungshilfen, koordinieren von Hilfswilligen etc. etc. Einige von uns vernachlässigen ihren Broterwerb teils sehr drastisch. Aber wer einmal von den Schicksalen der Geflüchteten erfahren hat, wer die unnötig wachsende Angst und den beängstigenden Hass sieht, kann nicht anders als weiterhin Ja zu sagen und zu tun was irgend möglich ist um zu helfen und sich dafür einzusetzen, dass unsere Gesellschaft offen und menschlich bleibt. Wenn auch Sie helfen wollen, melden Sie sich bitte über info@masagtja.de

Hier geht es zur Webseite von Mannheim sagt JA! http://www.masagtja.de/